Schüleraustausch

Willkommen in Ettenheim – Willkommen in der Welt

Sprachen – Kulturen – Freundschaften. Unter diesen Schlagwörtern könnte man die internationalen Beziehungen der Heimschule St. Landolin zusammenfassen. So ist Ettenheim schon für eine ganze Reihe junger Franzosen, Spanier, Amerikaner, Australier und Polen zu dem Ort geworden, an dem sie Deutschland kennenlernten: Willkommen in Ettenheim. Und für die Schülerinnen und Schüler der Heimschule beginnen immer wieder spannende Reisen: Willkommen in der Welt.

Im Schulleben sind die Kontakte ins Ausland das Salz in der Suppe. Während im Unterricht Sprachen und andere Kulturen vermittelt werden, können Schülerinnen und Schüler hier unmittelbare Erlebnisse machen: Gäste empfangen, zu Gast sein, eine fremde Sprache sprechen, sich in fremden Kulturen zurechtfinden. Und eigene Erfahrungen machen – das ist eigentliches Lernen.

Aufgrund der Nähe und Verbundenheit der Oberrheinregion zu Frankreich sind hier natürlich besonders viele Kontakte gewachsen. Preisgekrönt ist die Kooperation mit dem Collège Edouard Schuré in Barr, weil es als vierjähriges Austauschprogramm von der 6. bis zur 9. Klasse besonders nachhaltige Kontakte fördert. Außerdem pflegt die Heimschule Austausche mit dem Lycée de la Trinité in Lyon und dem Collège St. Dominique in Neuilly-Sur Seine, einem Vorort von Paris. Dieser bietet jedes Jahr etwa 60 Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, das Flair der französischen Hauptstadt zu schnuppern.

Wer sich eher für die Schätze Spaniens interessiert, kann sich in der 10. Klasse dem Austausch mit dem Colegio Claret in Sevilla anschließen. Hier besuchen sich seit 2001 regelmäßig die Schulen gegenseitig und entdecken Sprache und Kultur der Gastgeber. „Dank des Internets bringen wir die spanischen und deutschen Schüler schon Monate vor dem Besuch miteinander in Kontakt“, berichtet Spanischlehrerin Marion Dold, „so gibt es bei der ersten Begegnung kein Eis mehr, das es zu brechen gilt, und oft entstehen dauerhafte Freundschaften.“

Auch die Englischfachschaft bietet lohnende Reisen an. Besonders auf die Sprachförderung ausgerichtet sind Studienfahrten nach Großbritannien in der 8. und 9. Klasse samt ausführlicher Erkundung Londons.  Ein Höhepunkt der Schulzeit ist immer wieder der USA-Austausch über das German American Partnership Program: Alle zwei Jahre machen sich etwa 20 Schülerinnen und Schüler auf den weiten und aufregenden Weg über den Atlantik.

Die jüngste Partnerschaft führt Schülerinnen und Schüler der Oberstufe nach Kleszczów in Polen – und junge Polinnen und Polen nach Ettenheim. Während die Realschule schon seit Jahren gute Kontakte mit dem Katolickie Gimnazjum in Zabrze unterhält, besteht am Gymnasium eine noch junge Partnerschaft mit dem Lyceum in Kleszczów. „Ich verstehe diese Begegnungen als einen Beitrag zum Frieden in Europa“, sagt Geschichtslehrer Martin Kollefrath. So stehen hier natürlich auch das Leben und der Alltag der Jugendlichen in beiden Ländern im Mittelpunkt; aber auch die dunkle Vergangenheit deutsch-polnischer Geschichte ist – etwa bei dem geplanten Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz – ein Thema.