Ein besonderer Polizeieinsatz im Physikunterricht

Der Polizeiposten in Ettenheim liegt nicht weit entfernt von der Heimschule St. Landolin; für die beiden Beamten, die im Rahmen einer Unterrichtskooperation den Physikunterricht der G8b besuchten, war der Weg also nicht weit. Dennoch kamen sie mit dem Einsatzfahrzeug, denn dieses war zentrales Anschauungsobjekt in einer innovativen Unterrichtseinheit zur Optik. Die Schüler erfuhren ganz praktisch, auf welchen optischen Grundlagen die schnelle Wahrnehmbarkeit von Einsatzfahrzeugen beruht.

Im Vorfeld des Besuchs recherchierten die Schülerinnen und Schüler intensiv und bereiteten Vorträge während des Unterrichts vor, denn das Ziel war nicht nur, von der Polizei etwas zu erfahren, sondern dieser auch etwas zu vermitteln. Die Schüler berichteten über physikalische Prinzipien, die in Einsatzfahrzeugen zu finden sind: beispielsweise über Blaulichter oder die sogenannte Retroreflexion, eine Eigenschaft, die Anwendung bei der Beklebung der Fahrzeuge findet.

Nach den Vorträgen stellten die beiden Polizeibeamten den Schülern das Polizeifahrzeug vor. Besonderes Augenmerk legten sie auf die optischen und akustischen Elemente am und im Fahrzeug. Im Anschluss stellten die Schüler interessiert Fragen an die Polizisten. Schließlich gaben diese noch einen sehr wichtigen Tipp: Reflektoren an der Kleidung oder dem Fahrrad sorgen für Sichtbarkeit und Sicherheit im Straßenverkehr. Daher ist es sinnvoll, diese auch zu verwenden, gerade in der dunklen Jahreszeit und auf dem Schulweg.

Bei dieser Unterrichtskooperation, die Studienreferendar Christoph Klieber initiierte, konnten beide Seiten etwas lernen. Und sie gab ein Zeichen dafür, dass Physikunterricht zwar in der Schule stattfindet, Physik aber überall im täglichen Leben anzutreffen ist.

 

Text: Christoph Klieber

Bild: Burkhard Gwarys