Ab in den Norden: Klassenfahrten der 8. Klassen des Gymnasiums

Zu Beginn des achten Schuljahres unternehmen die Klassen des Gymnasiums an der Heimschule St. Landolin eine Klassenfahrt. Machen Sie sich hier einen Eindruck von den diesjährigen Fahrten.

G8a: Zwischen Wind, Watt und wildem Gewässer

Erst der Aufbruch ins Unbekannte bringt einen dazu sich auf wirklich neue Art und Weise zu erfahren. Um sich auf neues Terrain zu wagen, tauschte die G8a für eine Woche ihr Schülerdasein mit dem Matrosenleben an Bord eines Segelschiffes auf dem Ijsselmeer.

img_5029_0.jpgHerausforderungen gab es auf unserem Schiff, der „Johanna Engelina“ genug: das miteinander Leben auf dem engsten Raum der Kabinen, hoher Seegang bei pfeifendem Wind und Kälte, das gemeinsame Hissen und Einholen von Segeln nach Anweisung von Matrose Pelle und Skipper Koen, das Planen, Einkaufen und Zubereiten der Verpflegung für die 30-köpfige Gruppe.

Aber die gemeinsame Anstrengung und die Auseinandersetzung mit den Mitschülern führten auch dazu, dass man als Gruppe zusammenwuchs. Das gemeinsame Suchen nach dem verlorenen Sneaker im Chaos der Kabine, ein Spaziergang über das Wattenmeer bei Sonnenuntergang, weit und breit nichts zu sehen außer dem Schiff, ein paar Robben, Krebse, Seesterne und gestrandete Quallen, der Sprung vom Deck ins (laut Skipper 20 Grad) „warme“ Wasser, die Radtour im Windkanal auf Texel, um die letzten Meter strampelnd, Haut und Haare voller feinem Sand, Kartenspielen bei Sonne auf Deck, das Bummeln durch die kleinen Hafenortschaften, im Ohr die Möwen und das Meer.
Ein vollkommen anderes, neuartiges Gruppengefühl. Augenblicke, die bleiben werden, an die man sich gerne zurück erinnern wird – Erlebnisse und Erfahrungen, die uns gestärkt starten lassen auf den folgenden Weg durch das gemeinsame Schuljahr.

Florian Kemper

G8b: Echtes Nordseewetter auf Sylt

Beim Landschulheimaufenthalt der G8b in Hörnum auf Sylt zeigte sich die Nordseeküste von ihrer rauen Seite. Nach einer Zugfahrt durch das ganze Land hieß uns die Insel mit Nieselregen und stürmischem Wind willkommen. Dennoch ließen wir uns die Laune nicht vermiesen und verbrachten den ersten Tag mit einem Besuch des Westerländer Aquariums und Spielen in der Jugendherberge. Als in den nächsten Tagen schließlich der Regen aufhörte, unternahmen wir eine Inselrundfahrt mit dem Bus, eine Wanderung entlang des Weststrandes sowie – als Highlight – eine Schiffsfahrt nach Amrum und zur Hallig Hooge. Erfreulicherweise gab es trotz des Wellengangs keine Fälle von Seekrankheit zu verzeichnen. Auch wenn das Wetter eher herbstlich als sommerlich war, ließen sich einige Schüler nicht davon abhalten, sich – zumindest mit den Beinen – in die Wellen zu stürzen. Viel zu schnell ging eine erlebnisreiche Woche auf der nördlichsten Insel Deutschlands zu Ende.

Moritz Hensle

G8c: Spannendes Miteinander auf dem Schiff – ohne Handys

Wir, die neue G8c und unsere Klassenlehrer Herr Gaschick und Frau Kümmell, trafen uns am letzten Tag der Sommerferien frühmorgens am Orschweierer Bahnhof und fuhren mit gemischten Gefühlen mit dem Zug zehn Stunden nach Harlingen in Holland.

img_3346_0.jpgDort angekommen durften wir direkt auf unser Segelschiff, die „Waddenzee“. Wir richteten uns dort ein, obwohl es zunächst sehr eng war, vor allem, was die Kojen anging. Im Laufe der Woche waren wir jedoch froh, dass unsere Kojen nicht so groß waren, da wir deshalb nicht so viel aufräumen mussten. Nach dem Einrichten gab es Abendessen, das jeden Tag von einer kleinen Schülergruppe gekocht wurde. Am nächsten Tag erklärte uns unser Matrose Pieter die Grundlagen des Segelns und zeigte uns ein paar Seemannsknoten. Dann konnte es schon losgehen.

Im Laufe der knappen Woche legten wir an drei verschiedenen Häfen an, von denen man zu Fuß in einer Minute in den schönen, kleinen Städten war. An einem Hafen bzw. Kanal durften wir uns mit Seilen hin- und herschwingen und ins Wasser springen.

Neben einer Fahrradtour durch die Dünen der Insel Terschelling und Badespaß im relativ kalten Meer durften wir am vorletzten Tag noch etwas Besonderes erleben: Wir fuhren auf eine Sandbank, warteten, bis das Wasser durch die Ebbe weg war, und durften mitten im Meer Muscheln sammeln, Krebse fangen und Wattfußball spielen. Der Sonnenuntergang war an diesem Tag besonders schön und wir durften auf dem Deck übernachten. Also packten wir uns warm ein und hielten die Nacht durch. Es war aber doch kälter, als wir dachten, und die meisten gingen um ca. zwei Uhr morgens in ihre warmen Kojen.

Am nächsten Tag fuhren wir dann wieder nach Harlingen und es ging wieder zurück. Die fünf Tage haben uns alle gefallen und es war ein schönes Miteinander, vor allem, weil wir unsere Handys zuhause lassen mussten. Wir waren dennoch froh, als wir wieder zuhause waren und manche spürten das Schwanken des Schiffes selbst dort noch.

Emma Binz, Manon Kölblin und Cora Keller