Geschichte

Geschichte

Geschichte des Internats

Die Geschichte des Internats ist von Anfang an eng mit der Geschichte der Heimschule St. Landolin verknüpft: 1920 gründeten die Ordensbrüder von der christlichen Lehre aus Matzenheim bei Bennfeld im Elsass im badischen Ettenheimmünster eine neue Niederlassung des Ordens mit dem Ziel, hier eine neue Internatsschule aufzubauen. Hier lebten junge Menschen im Internat zusammen, die auf eine Laufbahn als Religionslehrer oder den Dienst in Pfarreien vorbereitet wurden. In der Zeit des Nationalsozialismus war die Schule aufgehoben und konnte 1946 den Betrieb wieder aufnehmen.
Wegen eines Mangels an Nachwuchskräften begannen 1965 Verhandlungen der Lehrbrüder mit dem Erzbischöflichen Ordinariat in Freiburg wegen einer Übernahme der Schule - und somit auch des Internats. Da für ein neues Schulzentrum mit Internat neue Gebäude gebaut werden sollten, fand man in Ettenheim ein geeignetes Gelände. 1967 nahmen Schule und Internat den Betrieb auf. Im Laufe der folgenden Jahre wurden die Gebäude erweitert: 1988 wurde die Kapelle St. Landolin auf dem Schul- und Internatsgelände gebaut und eingeweiht; jüngst wurde das gesamte Schulgebäude ernegetisch saniert und modernisiert.
Im Dezember 1988 wurde in Freiburg die Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg gegründet, die seither die Trägerschaft für die katholischen Schulen in der Erzdiözese übernommen hat.
Seit dem Schuljahr 1996/1997 leben sowohl Jungen als auch Mädchen im Internat der Heimschule St. Landolin, das bis dahin ein reines Jungeninternat gewesen war.

Aus der Legende des Heiligen Landolin

Der heilige Landolin stammte, wie es in seiner Legende heißt, aus dem heutigen Irland. Sein Einsatz für die Verbreitung des christlichen Glaubens führte ihn in das heutige Ettenheimmünster. Landolin baute sich dort eine Hütte und ernährte sich als Einsiedler von den Früchten des Waldes. In seinem Umfeld erregte der Einsiedler bald Aufsehen. Eines Tages kam ein Jäger des benachbarten Burgherren Gisokus in die Nähe des Heiligen Landolin. Da er den Heiligen für einen Wilddieb hielt, hetzte er seine Hunde auf ihn. Doch die Hunde griffen Landolin nicht an. Der Jäger dachte, er sei einem Zauberer begegnet und schlug ihm den Kopf ab. Nach der Legende sind an dieser Stelle vier Quellen entsprungen, die bis heute Wasser spenden.
Frauen entdeckten den Toten. Sie bauten eine Bahre und wollten ihn zu einem Friedhof bringen, um ihn zu begraben. Eine der Frauen war blind. Als sie die Leiche betastete, bekam sie blutverschmierte Hände, mit denen sie sich über die Augen strich, und sie konnte wieder sehen. Die Frauengruppe brachte den Toten zu der Stelle, an der heute die Pfarrkirche von Münchweier steht. Als sie von dort nach einer Rast weitergehen wollten, war die Bahre nicht mehr vom Boden zu bekommen. Das war für die Frauen ein Zeichen, dass der Heilige hier begraben werden sollte. Das Martyrium des Heiligen Landolin soll um 640 erfolgt sein.